Sie regen sich über das Rauchverbot auf – ich mich auch. Ich rege mich über Frauenverbote auf, die in manchen Kiez-Bars gelten. Auch das Pour-elle hatte einst ein Männerverbot (vielleicht eher verständlich) … und Verbote für ältere Schwule (JAXX) waren auch schon in der Diskussion. Ein Wirt auf dem Kiez gibt angeblich so viele Hausverbote, dass er fast gar keine Gäste mehr hat.

Parallelen drängen sich auf, denn jetzt kommt in der Heilen Welt das Hundeverbot dazu. OK, nicht jeder mag Hunde – aber gibt es da nicht auch so´ne und solche? Das ist wie bei den Menschen, oder? Jedenfalls kann und werde ich jetzt mit meinem Cockerspaniel (den immer alle so süüüß finden) nicht mehr in die Heile Welt gehen können.

Ja, und eigentlich ist das gar nicht so schlimm. Es gibt schließlich noch andere Plätze, in die ich meinen treuen Begleiter mitbringen kann. In die tolle Lounge im Back der Heilen Welt konnte ich Daisy ja schon früher nicht mitnehmen.

Gibt es einen aktuellen Anlass dafür? Wenn ja, dann sollte dies neben Verbotsschildern erklärt werden – vielleicht könnte selbst ich nach einer kleinen Aufklärung doch Verständnis dafür entwickeln.

 

Ich jedenfalls habe die Nase gestrichen voll von Verboten, die nicht nur ich nicht brauche. Ich erinnere mich noch zu gut daran, mit dem § 175 einst selbst zu den „Verbotenen“ gehört zu haben. Deshalb geht es gar nicht allein um das „Hundeverbot“ – es geht um eine allgemeine Reglementierungswut, die bereits in der öffentlichen Diskussion steht. Es geht vielmehr um weitere Einschränkungen der Privatsphäre, die wir in der Community nun wirklich nicht brauchen.

Dies will auch ich nicht … und das brauche auch ich nicht. Ich brauche eine echte und wahrhafte heile(re) Welt, in der Verbote bestenfalls als notwendiges Übel, nicht aber als ständige Einschränkung meiner kostbaren Freizeit aufgelegt werden und mein Privatleben zusätzlich limitieren.